Kolumne: Lasst uns raus gehen

In Lifestyle by Anja2 Comments

Kolumne: Lasst uns raus gehen!

Eine Liebeserklärung an die Natur

„Mama, darf ich raus spielen?“ – diese Frage bekam meine Mutter früher täglich von mir zu hören. Aber nicht nur meine Mama. Alle meine Freunde, egal ob Jungs oder Mädels, waren als Kinder einfach den ganzen Tag draußen. Und das, obwohl wir in einer Großstadt geboren und aufgewachsen sind. Wir haben im Park Fußball und Fangen gespielt, kleine Schnecken und Blätter gesammelt und sind barfuß durch den Bach gewatet. Wir waren so oft und so lange es ging draußen. Am Wochenende sind meine Eltern oft mit mir in den Wald oder in die Berge gefahren, sind mit mir wandern gegangen oder haben Pilze gesammelt. Die Natur war ein fester Bestandteil meines Lebens.
Heute lebe ich immer noch bzw. wieder in München. Doch in der Natur bin ich nicht mehr so oft. Klar, ich gehe gerne mal Spazieren oder fahre im Sommer an den See aber im Alltag sitze ich hauptsächlich zu Hause am Laptop, bin in Bars und Cafes oder bei Freunden zu Hause. So geht es vermutlich den meisten Stadt-Menschen. Vor allem, wenn man einen festen Job hat oder studiert, bleibt nun mal nicht viel Zeit für andere Dinge.
Aber zum Glück können wir unsere Freizeit genau so gestalten, wie wir möchten. Und anstatt das ganze Wochenende faul auf der Couch, in dunklen Clubs und stickigen Restaurants zu verbringen, sollten wir raus gehen. Raus an die frische Luft, in den Wald, in die Berge, ans Meer. Denn solche Tage in der Natur tun nicht nur unserem Körper gut, sondern auch der Seele. Die Ruhe in Wäldern, der Ausblick vom Gipfel eines Berges oder das Rascheln von Blättern unter den Schuhen – all das macht uns unterbewusst glücklich. Und es entschleunigt. Die Natur ist der perfekte Ausgleich zu unseren stressigen Leben in Großstädten. Runterkommen, durchatmen, sich auf das Wesentliche konzentrieren. Das geht nun mal am besten in der Natur. Wenn ihr jetzt glaubt, dass ich ein Natur-Freak bin, der jede freie Minute im Wald verbringt und euch bekehren und belehren möchte, liegt ihr daneben. Ich schreibe diesen Text hier irgendwie auch für mich selbst. Ich möchte mich selbst daran erinnern, öfter raus zu gehen und mehr in der Natur zu sein. Denn eigentlich liebe ich die Berge, Seen und alles was dazu gehört. Vor allem liebe ich Tiere. Und die sieht man im Wald nun mal eher, als zu Hause im Wohnzimmer.
Ich glaube auch, dass unsere Generation die Natur nicht vergessen hat oder nicht mehr wertschätzt, sondern dass viele von uns (ich selbst eingeschlossen) einfach oft zu bequem oder faul sind, um sich aufzuraffen. Man hat in der Stadt nun mal alles, was man braucht vor der Tür. Und draußen ist es vielleicht kalt oder nass… Aber erinnert ihr euch noch an diese schöne Erschöpfung nach einem ganzen Tag an der frischen Luft? Nie hat man als Kind besser geschlafen! Und ob ihr es glaubt oder nicht: das ist heute noch ganz genau so. Probiert es aus! Springt in die Boots, zieht die Mütze an und ab in die Natur!

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Comments

  1. Du hast vollkommen recht. Viel zu viel Zeit vergeuden wir doch eigentlich mich Netflix, obwohl die Sonne scheint und kriegen den Hintern einfach nicht hoch – zumindest geht es mir so 😀
    Also wieso nicht mal einen Ausflug in die Natur zusammen mit Freunden oder der Familie starten?

    Liebe Grüße
    Katja

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    1. Author

      Genau so ist es, liebe Katja! Wir müssen uns einfach öfter aufraffen und raus gehen 🙂

      Liebe Grüße
      Deine Zwölfis

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