Lifestyle: Minimalistisch leben – reduziertes Glück

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Lifestyle: Minimalistisch leben – reduziertes Glück

Wie Minimalismus das Leben bereichern kann

Wir leben im absoluten Überfluss. Wir können alles haben, uns alles kaufen. Jederzeit. Doch genau dieser Luxus ist oftmals unser Problem. Denn das Kaufen von Dingen macht nicht unbedingt glücklich. Im Gegenteil. Deswegen hat sich der Minimalismus-Trend entwickelt. In diesem Beitrag wollen wir euch erklären, was Minimalismus eigentlich ist, wie er unseren Alltag verbessern kann und zeigen euch ein paar Möglichkeiten auf, reduzierter zu leben.

WAS IST MINIMALISMUS? 
Es ist ein Lebensstil, bei dem man sich von allem Überflüssigen trennt, damit man sich besser auf das Wesentliche konzentrieren kann. Bekennende Minimalisten behaupten, sie seien freier und ihnen sei bewusster, was im Leben wirklich wichtig ist. Vor allem in der Überflussgesellschaft, in der wir heute leben, ist der Minimalismus ein Weg, sein Leben aufzuräumen, neue Strukturen zu schaffen und Ballast loszuwerden. Sowohl materiell, also auch psychisch. 

WELCHE VORTEILE HAT DIESER LIFESTYLE?
Warum sollte man alles reduzieren, wenn man doch alles haben kann? Gute Frage! Vor allem, weil sich von Dingen zu trennen oftmals so hart ist. Aber es ist so: tatsächlich fühlt man sich mit weniger Zeug einfach besser. Ausmisten tut gut und ist wichtig. Außerdem hat man mehr Geld in der Tasche, wenn man nicht ständig unnötigen Krempel kauft, sondern nur das, was man wirklich braucht. Und wenn die Wohnung nicht mit tausend Dingen vollgestellt ist, spart man definitiv auch Zeit beim Putzen und Aufräumen. Und genau dieses gesparte Geld und die zusätzliche Zeit kann man dann in Sachen investieren, die einen wirklich glücklich machen. Klingt logisch, oder? 

IN WELCHEN BEREICHEN LOHNT SICH DIE REDUKTION?
Eigentlich in jedem Bereich des Lebens. Am einfachsten uns effektivsten lässt sich der Minimalismus jedoch in der eigenen Wohnung, am Arbeitsplatz und im Kleiderschrank umsetzen. Aber auch bei Elektronik und sozialen Medien kann man super reduzieren. Versucht zum Beispiel mal ein paar Wochen lang nur fünf Mal pro Tag auf euer Handy zu schauen oder verzichtet eine Zeit lang komplett auf den Fernseher und/oder Social Media. Anfangs ist es komisch und echt hart aber nach ein paar Tagen stellt sich eine merkwürdige Zufriedenheit ein. 

WIE KANN MAN MIT DEM MINIMALISTISCHEN LIFESTYLE ANFANGEN?
Keine Sorge! Um minimalistischer zu leben, müsst ihr jetzt nicht gleich in eine Blockhütte im Wald ziehen. Es gibt unkomplizierte Methoden, sein Leben jetzt sofort ein bisschen klarer und unbeschwerter zu machen, ohne es gleich komplett zu verändern. Geht beispielsweise mal durch eure Wohnung und sortiert alles aus, was ihr seit mehreren Monaten nicht mehr benutzt oder angeschaut habt. Es gibt so viel Zeug in den meisten Haushalten, das einfach nur herumsteht und einstaubt oder in irgendwelchen Schubladen vor sich hin vegetiert. Genau diese Sachen sind unnötiger Ballast, den wir super easy loswerden können. Und die Frage: „Aber brauche ich das nicht vielleicht doch nochmal?“ ist total berechtigt aber mal ehrlich: falls euch in einem Jahr auffällt, dass ihr nun genau dieses losgewordene Teil dringend braucht, dann kauft ihr eben einfach ein neues. 
Der zweite einfache Weg sein Leben etwas aufzuräumen und zu minimalisieren, ist das Ausmisten des Kleiderschranks. Ja, besonders für uns Mädels klingt das absolut schrecklich. Denn in Sachen Mode kommt ja jeder Trend irgendwann zurück und dann hat man das coole Teil von damals nicht mehr. Und dann gibt es ja auch noch die Klamotten, an denen Erinnerungen hängen. Aber getragen hat man sie seit Jahren nicht mehr. Aber es hilft nichts! Ausmisten tut so gut! Es ist ein wirklich schönes Gefühl nur Klamotten im Schrank zu haben, die man wirklich gerne anzieht. Nicht nur euer Schrank, sondern auch eurer Kopf wird befreiter sein. Und wer seine aussortierten Sachen z.B. auf dem Flohmarkt verkauft, kann andere Leute noch damit glücklich machen und nebenbei ein paar nützliche Euro einnehmen. Außerdem solltet ihr euch vor jedem neuen Kauf fragen: „Brauche ich das wirklich? Werde ich es benutzen?“ Minimalisten besitzen oft nur 100 Dinge. Und das reicht vollkommen aus. 
 
WELCHE METHODEN GIBT ES?
Im Minimalismus gibt es einige konkrete Wege, diesen Lifestyle dauerhaft zu leben. Vielen davon sind schon sehr extrem aber zwei Modelle finden wir sehr interessant und auf jeden Fall  versuchenswert:  

EAT THE FROG:
Das bedeutet so viel wie: das Schlimmste zuerst. Bei dieser Methode des Minimalismus für Einsteiger trennt man sich gleich zu Anfang von einem Gegenstand, den man liebt. Das ist ein harter aber effektiver Start in den minimalistischen Lifestyle. Denn ihr werdet feststellen, dass man viele Dinge eben gar nicht benötigt, um glücklich zu sein. Und da man das Schlimmste dann sozusagen schon hinter sich hat, wird dir die Trennung von weiteren Dingen in Zukunft deutlich leichter fallen. „Eat The Frog“ ist übrigens eine Methode, die sich auch in vielen anderen Lebenslagen umsetzen lässt. Zum Beispiel im Arbeitsalltag: Aufgaben, die einen am meisten belasten, sollte man direkt zu Beginn des Tages erledigen. So schiebt man diesen Ballast nicht den ganzen Tag vor sich her.

CAPSULED WARDROBE
Für eine komplette Garderobe braucht man nur 33 Teile! Und zwar inklusive Schuhe, Schmuck und Accessoires. Laut Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit kauft jeder Deutsche im Schnitt 18 Kilogramm Kleidung pro Jahr, das entspricht 50 bis 70 Kleidungsstücken. Schlichtweg zu viel. In Amerika ist das sogenannte „Project 333“ schon sehr bekannt und auf der Seite www.bemorewithless.com findet ihr alle Infos, Kleidungs-Listen, Tipps und Erfahrungsberichte. 

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