Lifestyle: Saftkuren-Test – unsere Juice Cleanse-Erfahrungen (Teil 1)

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Lifestyle: Saftkuren-Test – unsere Juice Cleanse Erfahrungen

TEIL 1

Detox-Programme und Saftkuren sind ja schon seit einiger Zeit ein großes Thema und total im Trend. Interessiert hat uns diese Entgiftungs-Nummer auch schon länger aber wirklich ausprobiert haben wir es beide noch nie. Bis jetzt! Denn wann würde so ein Experiment besser passen, als in unserem Gesundheits-Monat? Also haben wir uns zwei Saft Cleanse Anbieter herausgesucht und darauf los getestet. Da die Erfahrungsberichte ausführlich wurden, als ursprünglich geplant, haben wir das Ganze in zwei Teile gegliedert. Hier könnt ihr lesen, wie es Anja mit dem Cleanse von „The Frank Juice“ ergangen ist, im zweiten Teil schildert dann Shanti ihre Erfahrungen mit der Kur von „Kale&Me. 

Anja und „The Frank Juice“


Ich entschied mich für das Juice Cleanse von „The Frank Juice“, weil ich schon viel von dem Münchner Unternehmen gehört hatte und auch schon mal einen Saft im Supermarkt gekauft und für äußerst lecker empfunden habe. Außerdem war es mir natürlich wichtig, dass die Säfte frei von Zusätzen und Konservierungsstoffen sind. Und das ist bei „The Frank Juice“ der Fall. Außerdem kann man die Pfand-Plastikflaschen ganz normal im Supermarkt zurückgeben.
Auf www.thefrankjuice.com findet man sich schnell zurecht. Man hat die Wahl zwischen drei verschiedenen, klassischen Juice Cleanse Paketen und – Halleluja! – drei verschiedenen Soup Cleanse Programmen. Beim Soup Cleanse wird einer der sechs Säfte pro Tag durch eine herzhafte Suppe ersetzt. Sofort war klar: das ist meine Kur! Denn ich liebe essen. Ich esse viel und oft und habe ständig Appetit oder Hunger. Beim Gedanken, drei Tage lang nur süße Fruchtsäfte zu trinken, wurde mir ganz anders. Aber die Aussicht, wenigstens ein Mal pro Tag etwas salziges, warmes zu bekommen, machte mir Hoffnung. 
Kaum hatte ich meine Bestellung getätigt, kamen auch schon die Säfte. Gekühlt und nett verpackt. Im Kühlschrank musste ich erstmal Platz schaffen. Das Gute ist, dass die „The Frank Juice“-Säfte, obwohl sie kalt gepresst und nie erhitzt wurden, einige Tage haltbar sind. Man muss also nicht direkt an dem Tag mit der Kur beginnen, an dem die Säfte geliefert werden.

WIE IST DIE KUR AUFGEBAUT?
Die „Soup Cleanse Starter“-Kur dauert drei Tage lang. Jeden Tag gibt es fünf Säfte und eine Suppe. Alle zwei Stunden soll man einen Saft oder die Suppe zu sich nehmen. Ob man die Suppe mittags oder abends isst, darf man selbst entscheiden. Und auch bei den Säfte gibt es keine feste Reihenfolge. Dazu soll man viel stilles Wasser oder Kräutertee trinken. 

Zu den Säften: 
Es ist natürlich subjektiv aber ich verrate euch kurz, wie mir die einzelnen Säfte geschmeckt haben:
Grün: Zu meiner eigenen Überraschung mein absoluter Lieblingssaft! Fruchtig, frisch und super lecker! 
Gold: Auch super gut! Bei den Zutaten Ananas, Apfel und Minze war das aber auch nicht anders zu erwarten 😉 
Gelb: Dieser Saft hat mir am wenigsten geschmeckt. Durch Zitrone, Cayenne und Kurkuma ist er mir ein bisschen zu herb. Er schmeckt eher sauer und scharf. 
Rot: Obwohl ich kein großer Rote Bete-Fan bin, hat mir der Saft ausgesprochen gut geschmeckt. 
Weiß: Hier war ich vom Geschmack erstmal überrascht, da ich ihn süßer erwartet hatte. Eigentlich ist er aber ziemlich lecker. Und dank der Zutaten Banane und Cashew ist der weiße Saft etwas dickflüssiger und sättigender, als die anderen. Deswegen habe ich ihn meist abends getrunken. 

WAS HABE ICH ERWARTET? 
Um ehrlich zu sein, waren meine Erwartungen an die Saftkur nicht all zu groß. Ich war einfach gespannt, wie es sich anfühlen würde nur zu trinken, ob ich es durchziehen kann und was es mit meinem Körper macht. Mein Ziel war es nicht abzunehmen. Ich finde den Gedanken aber gut, dem Körper mal ein eine kleine Verschnaufpause von all dem ungesunden Zeug zu geben, das wir so in uns hinein stopfen. Mir war jedoch definitiv klar, dass es nicht leicht werden würde. 

TAG 1: 
Motiviert und neugierig öffnete ich um 9:00 morgens den ersten Saft. Es war der Grüne, den ich sofort liebte. Munter schlürfte ich vor mich hin, während ich schon erste Mails checkte und beantwortete. So weit, so gut. Obwohl ich sonst Müsli oder eine Acai-Bowl frühstücke, verspürte ich noch keine Hunger. Und auch mein Cappuccino fehlte mir nicht so sehr, wie erwartet. Um 11:00 folgte dann Saft Nr. 2. Ebenfalls sehr lecker, noch lief alles überraschend gut. Ich arbeitete vor mich hin, war zufrieden, hatte weder großen Hunger, noch Appetit. Als es dann aber auf die Mittagszeit zu ging, kam das Magenknurren und mein Körper verlangte langsam aber sicher nach dem gewohnten Mittagessen. Zum Glück durfte ich dann die Suppe essen. Die Tomaten-Gemüsesuppe schmeckte hervorragend! Super gewürzt und schön warm stillte sie mein Verlangen nach einer deftigen Mahlzeit – vorerst. Anschließend verbrachte ich 2,5 Stunden an der frischen Luft und machte einen kleinen Ausritt. Es vergingen also knapp drei Stunden zwischen Suppe und Saft Nummer 3. Und wie zu erwarten, hatte ich dadurch um 17:00 mächtig Hunger, als ich den gelben Saft trank. Leider konnte dieser den Hunger auch nicht so wirklich stillen. Und dann kam auch noch das Verlangen und die riesige Lust auf Nudeln, Burger, Pizza und Co. hinzu. Ich muss gestehen, mein Freund hatte es an diesem Abend nicht gerade leicht mit mir. Auch der rote Saft um 19:00 machte alles nicht viel besser. Und ja, ich dachte schon an diesem, ersten Abend: „Das kann ich niemals drei Tage lang durchziehen! Ich will einfach nur essen!“. Um 20:30 griff ich dann zum weißen, dickflüssigeren Saft. Der befriedigte zwar nicht meinen Appetit aber machte mich immerhin satt. Schlafen konnte ich in dieser nacht wie ein Stein. Glücklich war ich aber nicht.

TAG 2:
Als ich aufwachte, sah die Welt schon wieder besser aus. Ich hatte keine Hunger und tatsächlich Lust auf den grünen Saft. Der Tag gestaltete sich ähnlich wie Tag 1. Der Vormittag ging gut, die Suppe mittags war super! Aber am Nachmittag überwältigte mich erneut der Hunger und vor allem die Lust. Ich dachte nur noch an Pizza und Burger und malte mir aus, was ich alles essen würde, wenn das Martyrium vorüber wäre. Ich würde sogar behaupten, dass Tag 2 der schwierigste war. Denn ich hatte das Ziel noch nicht vor Augen. Ich dachte nur ständig daran, dass ich am nächsten Tag nochmal alles ertragen müsste. An Tag 2 war ich also auch für meine Mitmenschen eher eine Belastung als eine Bereicherung. Aber mal ganz ehrlich: ich hatte bereits mehr als 30 Stunden keine feste Nahrung mehr zu mir genommen! Und trotzdem zwang ich mich weiterzumachen. 


TAG 3:
Finale, ohhooo! Gut gelaunt sprang ich morgens aus dem Bett. Der Gedanke an feste Nahrung am nächsten Tag stimmte mich enorm glücklich. Tatsächlich schmeckten mir die Säfte auch am dritten Tag noch ziemlich gut und der Hunger war an diesem Tag mit Abstand am geringsten. Mein Magen hatte sich offenbar an die Flüssignahrung gewöhnt. Trotzdem ging ich einkaufen und schmiss alles in den Korb, was ich gerne esse. Die Vorfreude auf den nächsten Tag war riesig. Überraschenderweise ging es mir nach drei Tagen ohne feste Nahrung körperlich recht gut. Ich fühlte mich wie immer, nur war ich öfter müde als sonst. Aber ich hatte weder Kopfschmerzen, noch Schwindelgefühl oder sonstiges zu beklagen. Allerdings habe ich auch in der ganzen Zeit keinen Sport getrieben oder mich übermäßig angestrengt. Ich hatte weder das Bedürfnis danach, noch wollte ich riskieren anschließend noch mehr Hunger zu haben. 

MEIN FAZIT:
Generell bin ich super froh und stolz auf mich, dass ich diese drei Tage durchgezogen habe. Aber ich musste feststellen, dass eine Saftkur nichts ist, was ich persönlich öfter machen muss. Und ohne die Suppen hätte ich niemals durchgehalten. Zwar fühle ich mich gereinigt und gut aber ich habe währenddessen schon ziemlich gelitten und war oft sehr, sehr hangry. Tatsächlich ist es jetzt nach der Kur aber so, dass ich gar nicht so stark das Verlangen nach Essen habe, wie ich dachte. Ich bin auch mit kleineren Mahlzeiten total zufrieden und das überrascht mich sehr – im positiven Sinne. Außerdem muss man wirklich sagen, dass die „The Frank Juice“-Säfte so lecker sind, dass man sie auch nach drei Tagen noch problemlos trinken kann. Und die Suppen sind der absolute Hammer! Ich werde mir definitiv auch ohne Saftkur hin und wieder eine der Suppen kaufen.
Generell kann ich ein Juice bzw. Soup Cleanse jedem empfehlen, der sich selbst mal ein wenig herausfordern möchte und seinem Körper etwas Gutes tun will. Für Leute wie mich, die sehr gerne essen, ist die Kur aber alles andere als angenehm. Darauf muss man sich einfach gefasst machen. Menschen, die dagegen auch längere Zeit ohne feste Nahrung auskommen und auch nicht so schnell schlechte Laune bekommen, wenn sie nichts zu Futtern kriegen, kommen mit der „The Frank Juice“ Kur bestimmt super zurecht. 
Ach, und ich habe in drei Tagen ein Kilo abgenommen. Das relativiert das Leid, das ich ertragen musste, ein wenig 😉 

*Die Säfte und Suppen wurden freundlicherweise von „The Frank Juice“ zur Verfügung gestellt. 

In ein paar Tagen folgt auch Shantis Erfahrungsbericht. Ihr dürft gespannt sein 🙂 

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