Lifestyle: Unsere Weihnachts-Traditionen

In Lifestyle by Anja1 Comment

Lifestyle: Unsere Weihnachts-Traditionen

Wie wir Weihnachten verbringen

BEI ANJA: GEMÜTLICH BIS ZUM GEHTNICHTMEHR
Ja, ich gehöre zu den Weihnachts-Liebhaberinnen. Weihnachten ist und war für mich immer etwas ganz Besonderes. Und das vor allem dank meiner Familie. Wir alle lieben Weihnachten und zelebrieren diesen Abend so richtig. Seit meiner Kindheit feiern wir im Haus meiner Großeltern im wunderschönen Allgäu Mitten in den Bergen. Da ist Schnee an Heiligabend so gut wie garantiert. Oft gehen meine Schwester und ich am 24. vormittags noch Skifahren, bevor dann nachmittags gemeinsam mit meiner Mama der Baum geschmückt wird. Bis ich 14 oder 15 war, hat sie das noch alleine gemacht und wir Kinder durften den ganzen Weihnachtstag über das Wohnzimmer nicht mehr betreten und den Baum dann erst zur Bescherung sehen. Bei uns in Bayern kommt ja traditionell auch das Christkind und nicht der Weihnachtsmann. Und an dieses ominöse Christkind habe ich ehrlich gesagt auch echt lange geglaubt. Sogar heutzutage müssen meine Schwester, mein Schwager, ihre beiden kleinen Töchter und ich nach oben gehen, während meine Mutter die Geschenke unter dem Baum platziert und dürfen erst wieder runter kommen, wenn das Glöckchen erklingt (das natürlich vom Christkind geläutet wird).
Weil Weihnachten ja bekanntlich das Fest der Liebe ist, feiert auch mein Freund seit gut drei Jahren mit uns im Allgäu. Nicht nur, damit ich ihn an Heiligabend bei mir haben kann, sondern auch weil mein Schwager gerne mit ihm zocken will, meine Mama und meine Schwester mit ihm Gin Tonic trinken wollen und meine beiden Nichten von ihm bespaßt werden möchten. Und diese Aufgaben erfüllt er auch alle ziemlich gut 😉 Und das, obwohl er es mit uns fünf Mädels nicht immer einfach hat. Meine Schwester redet noch mehr als ich, meine Mutter hat ständig irgendwelche Sachen für ihn, die erledigt werden müssen und naja, mit meinen Nichten muss er Armbänder aus Glitzerperlen knüpfen oder sie Huckepack durch’s Haus tragen. Ich glaube besonders unangenehm sind für ihn aber unsere Weihnachtslieder, die wir vor der Bescherung gemeinsam singen. Meine Schwester begleitet unser schiefes aber textsicheres Gegröle von „Ihr Kinderlein kommet“ bis hin zu „Stille Nacht“ mindestens genau so schief am Klavier. Und auch mein Freund muss mitsingen. Anschließend beginnt dann der entspannte Teil des Abends. Erst das Geschenke-Auspacken und Kartenlesen mit vielen Umarmungen und dann unser üppiges Weihnachtsessen. Bei uns gibt es nicht DAS Weihnachtsgericht, sondern jedes Jahr etwas anderes. Mal einen Braten, mal Fondue, mal Riesengarnelen. Aber immer wahnsinnig viel und ausgesprochen lecker. Und da wir alle ziemlich gerne Wein trinken, gibt es auch davon reichlich. Im Endeffekt endet mein Heiligabend immer im gleichen Zustand: völlig überfressen, betrunken und sehr glücklich. 


BEI SHANTI: PERFEKT UNPERFEKT
Wenn Weihnachten vor der Tür steht, packen mein Freund und ich unsere sieben Sachen und fahren in die Heimat. Dort feiert aber jeder bei seiner Familie und wir treffen uns erst nach der Bescherung und dem Essen wieder.
Meistens verbringe ich den Weihnachtsmorgen erstmal mit meinen Freundinnen bei unserem alljährlichen X-Mas-Frühstück. Wir tratschen und trinken ein Gläschen Sekt… oder auch fünf. Dann ziehen wir eigentlich immer noch weiter in unser Städtchen und treffen noch mindestens zehn weitere Leute, mit denen wir uns festquatschen. Und natürlich, wie sollte es auch anders sein, noch ein Gläschen trinken 😀 Ich nehme mir jedes Jahr vor früher nach Hause zu gehen, aber wie immer ist es dann auch schon recht spät und ich flitze nach Hause zu meiner Mama, um ihr bei den Vorbereitungen für den Abend zu helfen. Dabei läuft unsere Lieblingsplaylist, zu der wir in der Küche das Tanzbein schwingen und nebenbei läuft der ein oder andere Weihnachtsfilm. 
Heiligabend verbringen wir dann zusammen mit der ganzen Familie. Entweder bei uns zu Hause oder bei einer meiner Tanten. Auch wenn der Gastgeber sich alle Jahre ändert, manche Dinge bleiben immer gleich: Pünktlich um 18:00 Uhr wird die Trompete und die Weihnachts-CD ausgepackt. Und dazu wird gesungen. Und zwar schief! So schief, dass jaulende Hunde unseren Gesang begleiten. Die schönste Erinnerung an diese Gesangseinlagen ist meine Oma, die immer so sehr lachen musste, dass sie kein einziges Lied mehr fehlerfrei mitsingen konnte. Nach Jahren des Ausprobierens hat sich, neben dem weihnachtlichen Gesang, auch das Raclette zur Weihnachtstradition bei uns entwickelt. Dabei gilt: je mehr Pfännchen man gleichzeitig händeln kann, desto besser. Aber ein gemütliches, mehrstündiges Beisammensein ist hier eine Wunschvorstellung. Während meine Mutter alles zelebrieren möchte und sich mit dem Essen möglichst viel Zeit lassen will, hat der Rest der Meute meist schon nach 10 Minuten die dritte Ladung auf dem Teller. Mein Cousin brät in der Zwischenzeit 1/4 kg Salami auf dem Grill, während sein Bruder alles mit Tabasco verfeinert. Mit einem Schmunzeln im Gesicht beobachte ich vom Ende der Tafel das Geschehen. Auch wenn es klingt, als wäre dieser Abend alles andere als perfekt – für mich ist er genau das. Ich freue mich jedes Jahr nach Hause zu kommen und diesen perfekt unperfekten Abend zu feiern. 

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Comments

  1. sehr sehr schöner Post ihr zwei! Persönlich ist immer gut und ich fand es super lesenswert <3

    Ich wünsche euch die schönsten Feiertage, ganz tolle Weihnachten und eine tolle Zeit!

    Liebst,
    Alena
    lookslikeperfect.net

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