Travel Diary: Amsterdam

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Travel Diary: Amsterdam



Warum eigentlich Amsterdam? Ganz einfach: Amsterdam ist in unseren Augen eine der oder vielleicht sogar die lässigste Stadt Europas. Es gibt mehr Fahrräder als Autos. Ob man in Jogginghosen oder in High Heels ins Restaurant geht, ist völlig egal und die Menschen sind einfach super freundlich, unkompliziert und tiefenentspannt. Und das liegt mit Sicherheit nicht nur am legalen Gras-Konsum. Außerdem ist man super schnell dort und die wunderschöne Stadt eignet sich perfekt für einen Wochenend-Trip.

Klaro, es gibt in Amsterdam super viele, schöne Hotels. Aber wirklich lässig und vor allem authentisch übernachten kann man nur im Zuhause echter Holländer. Also buchten wir eine super schöne 2,5-Zimmer Wohnung über AirBnB. Das einzige, was noch lässiger gewesen wäre, ist ein Hausboot. Allerdings waren die hübschen schwimmenden Häuser bereits alle ausgebucht (Okay, wir haben unseren dreitägigen Trip auch wirklich sehr spontan gebucht). Generell gibt es auf airbnb.com aber super coole Wohnungen, Häuschen und eben Hausboote in jeder Größe und für jegliches Budget zu mieten.

Nun aber zu unserer Wohnung. Naja, besser gesagt zu Saskias Wohnung. Sie liegt in Amsterdam Oud-West, also westlich des Stadtzentrums. Ziemlich praktisch: Der Flughafen liegt ebenfalls im Westen der Stadt und wir brauchten nur 15 Minuten mit der Bahn vom Airport zu unserem Apartment. Nachdem wir unseren 25-Kilo-Koffer die extrem steile Treppe zur Wohnungstür hinauf geschleppt hatten, nahm uns Saskias Freundin Julie herzlich in Empfang und erklärte uns noch alles wichtige. Die Wohnung selbst war ein absoluter Traum! Ein für Amsterdam typischer Altbau mit Dielenboden und Glas-Schiebetüren, aber mit frisch renoviertem Bad und moderner Küche. „Können wir hier einziehen?“ war meine erste Frage, nachdem Julie uns in der Wohnung alleine gelassen hatte. Auch Saskias Einrichtungsstil gefiel uns wahnsinnig gut. Modern aber trotzdem richtig gemütlich und mit Liebe zum Detail.

Saskia hatte aber nicht nur eine tolle Wohnung, sondern ist auch die perfekte Gastgeberin. Zur Begrüßung hatte sie „Stroopwafels“, eine niederländische Spezialität und eine Liste mit allen wichtigen Kontakten und super Tipps für uns bereit gelegt. Wir können ihre Wohnung in der Bonairestraat nur wärmstens empfehlen!

Auch wegen der Lage! Wie gesagt, nur 15 Minuten vom Flughafen Schiphol entfernt in einer netten Wohngegend. Ein super Cafe um die Ecke und tolle Restaurants, die fußläufig erreichbar sind. Mit dem Fahrrad ist man in ca. 10 Minuten in der Stadt und es ist wirklich angenehm, dass man in diesem Viertel keinem anderen Touristen über den Weg läuft.

Dos and Dont’s in Amsterdam

  • Ihr braucht euch für Amsterdam kein Tages-Ticket oder Sonstiges für die öffentlichen Verkehrsmittel zu kaufen. Leiht euch stattdessen Fahrräder aus! An fast jeder Ecke gibt es Läden, die „Fiets“ vermieten. Für 24-Stunden solltet ihr nicht mehr als 13 Euro pro Rad bezahlen. Wir haben unsere Räder beim „Amsterdam Fiets Service“ im Amstelveenseweg 144 gemietet und mussten je 50 Euro und einen Ausweis als Kaution hinterlegen. Es hat alles einwandfrei geklappt und die Fahrräder waren super.
  • Sehenswürdigkeiten wie den Blumenmarkt oder das Anne-Frank-Haus solltet ihr euch gleich früh morgens anschauen, da die Innenstadt tagsüber eher überlaufen ist.
  • Durch die kleinen Straßen und Gassen schlendern. In Amsterdam gibt es soooo viel zu entdecken. Und das geht am besten auf dem Rad oder bei einem Spaziergang. Nehmt euch Zeit und erkundet die tollen Altbauten, die schönen Grachten und die kleinen Geschäfte zu Fuß.
  • Macht eine Boots-Tour durch die Grachten. Das ist zwar zwangsläufig eine eher touristische Angelegenheit, aber es gibt auch kleinere Boote und ihr bekommt vom Wasser aus nochmal einen ganz andern Blick auf die wunderschöne Stadt.

Wo sind die Foodies unter euch? #foodporn bekommt in Amsterdam nämlich eine ganz neue Bedeutung. Shanti und ich lieben Essen und sind beide schon viel gereist. Doch so gut und so einzigartig wie in Amsterdam haben wir noch nie gegessen! Wirklich!

Generell hat die niederländische Hauptstadt genau das, was vielen deutschen Städten fehlt: coole und völlig individuelle Cafes und Restaurants an jeder Ecke! In deutschen Großstädten gibt es zwar stylishe Läden, aber im Grunde sieht fast alles gleich aus. Nicht in Amsterdam! Von minimalistisch über kitschig bis hin zu düster ist alles dabei. Und jedes einzelne Lokal hat seinen ganz eigenen Charme. Wir haben sogar kurzzeitig überlegt, keinen Reise-Bericht, sondern nur einen Food-Guide für Amsterdam zu machen, weil wir von der kulinarischen Vielfalt so begeistert waren.

Hier unsere Highlights:

Cafe / Frühstück

Coffee & Juices

Dieses kleine, unglaubliche sympathische Cafe entdeckten wir beim Spaziergang durch unsere Hood. Fernab vom hektischen Touri-Trubel der Innenstadt waren wir dort die einzigen Ausländer. Zwischen am Laptop arbeitenden Amsterdamern aßen wir ein richtig gutes Müsli. Außerdem gibt es super Kaffee und noch bessere Säfte und Smoothies. Unser persönlicher Tipp, wenn ihr Ingwer mögt: Der Saft mit Apple, Peer und Gember (also mit Apfel, Birne und Ingwer). Ich vermisse dieses köstliche, frische Gesöff jeden Tag! 


Adresse: Hugo de Grootplein 16I, 1052 KX Amsterdam
Homepage CoffeandJuices

Mook Pancakes

Ganz einfach: die besten Pancakes unseres Lebens! Schaut euch die Fotos dieser Pfannkuchen-Berge an – noch Fragen? 
Der Laden wurde uns von Bekannten empfohlen und wir sind einfach nur dankbar! Egal ob herzhaft oder süß – im MOOK weiß man, wie Pancakes schmecken müssen. Wir hatten dazu Cappuccino und Wassermelonensaft. Das ganze in einer hellen, super cool eingerichteten Location mit Pflanzen und Bildern von berühmten Hip-Hop-Persönlichkeiten an den Wänden. Das Frühstück dort ist zwar nicht gerade günstig, aber lohnt sich sowas von! Wir werden noch lange von den fluffigen Pancakes träumen.

Adresse: De Clercqstraat 34H, 1052
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Das solltet ihr unbedingt probieren!

  • Poffertjes – Gebäckspezialität, die kleinen, dicken Pfannkuchen ähnelt. Sie schmecken deutlich süßer, als unsere Pfannkuchen, da sie mit Puderzucker, Butter und manchmal Zuckerrübensirup serviert werden.
  • Frikandel Speciaal– eine Frikandel ist holländiches, perverses Fastfood: Eine Art frittierte Bratwurst, die mit Ketchup, Mayo und rohen, gehackten Zwiebeln gefüllt wird. Klingt ein bisschen eklig, schmeckt aber echt gut!
  • Stroopwafels – unverschämt leckere, dünne Waffeln mit Karamell. Achtung Suchtgefahr!

Dinner

Cannibale Royale

Auf dem Empfehlungszettel unserer Vermieterin stand nur: „If you like meat, that’s the place to be!“. Oh, Schreck! Ja, Shanti und ich sind weder Vegetarier, noch Veganer. Außerdem essen wir Gluten und Zucker. Und Lactose vertragen wir auch echt gut. Hmm… ob wir überhaupt Blogger sein dürfen? Naja, egal! Wir fühlten uns auf jeden Fall angesprochen und reservierten einen Tisch in einer der drei Filialen in Amsterdam. Und das war auch gut so! Das urige Restaurant befindet sich nämlich mitten in der Fußgängerzone und ist somit stets ziemlich voll. Aber keine Angst! Kein Touri-Schuppen. Das Cannibale Royale macht seinem Namen alle Ehre. Es gibt tatsächlich nur Steaks, Spareribs und Burger. Außerdem ist es ziemlich dunkel, an der Wand hängen gruselige Familien-Portraits in Schwarz-Weiß, alte Puppen hängen von der Decke und es läuft chillige Reggae-Musik. Eine echt kuriose Mischung, die auf jeden Fall sehenswert ist. Shanti und ich entschieden uns beide für einen Burger – den „Le Classique“. Und er war unglaublich! Perfektes Fleisch, super Sauce, knackiges Gemüse, krosser Bacon und weicher Käse. We loved it! 


Adresse: Handboogstraat 17a, 1012 XM Amsterdam
Homepage Cannibale Royale

La Spaghetteria

Diese Pastabar gibt es drei Mal in Amsterdam und trotzdem ist sie unglaublich lässig und einzigartig! Wir waren direkt am ersten Abend in der „Spaghetteria West“, da sie nicht weit von unserer Wohnung lag. Schon beim Betreten des Restaurants war uns klar, dass wohl kein Lokal dieser Welt besser zum „Casual“-Motto passt als dieses. Ein unverschämt lässiger und ausgesprochen gutaussehender Kellner geleitete uns zu unserem Tisch. Besser gesagt zu einem riesigen Holztisch, an dem bereits ca. 20 Personen saßen und bat uns zwei Plätze an der coolen Tafel an. Neben zwei bärtigen Typen in Jogginghosen saßen zwei wunderschöne, Mitte vierzigjährige Niederländerinnen, die garantiert mal Models waren. Uns gegenüber drei Freundinnen, die sich (leider auf Holländisch) schmutzige Männer-Geschichten erzählten. Neben uns ein älteres Ehepaar, das gemütlich Wein trank und auf der anderen Seite ein frisch verliebtes Hipster-Pärchen. Diese Mischung an Menschen wäre an sich schon interessant genug gewesen, aber es wurde noch besser: auf der Karte standen nur sechs Nudel-Gerichte und ein Nachtisch. Es gab genau einen Weiß- und einen Rotwein. Wasser stand in Krügen für alle umsonst auf dem Tisch. So einfach, aber so gut! Unsere beiden Gerichte waren zum Hineinlegen lecker und da die Atmosphäre so entspannt war, tranken jede von uns drei Gläser Weißwein und wir saßen nach dem Essen noch ca. drei Stunden in der Pastabar. Als ich zum Schluss noch einen Espresso Macchiato bestellte, sagte der hübsche Kellner nur: „I’m sorry, we don’t have milk!“. Geil! Ich nahm also einen normalen Espresso und das Restaurant wurde noch einen Tick lässiger. Und auch die Preise sind ziemlich entspannt! Für einen Berg schwarze Spaghetti mit richtig ordentlich Meeresfrüchten zahlt man nur 12,50 Euro.
Tipp: Man kann dort nicht reservieren und es ist vor allem bei Einheimischen sehr beliebt. Geht also lieber schon um 18:00 Uhr dort Essen, dann bekommt ihr sicher einen Platz.

Adresse: Jan Hanzenstraat 32, 1053 SR Amsterdam

Homepage La Spaghetteria

Foodhallen

Die Foodhallen sind genau das, wonach es sich anhört. Zwei große Hallen mit den geilsten Fress-Ständen der Welt! Von holländischen Spezialitäten, über ausgefallene Burger bis hin zu riesigen Waffeln mit Eis und Co. findet ihr alles in diesen himmlischen Hallen. Das Schlimme ist, dass man sich aufgrund der Vielfalt absolut nicht entscheiden kann, alles probieren möchte und sich dadurch hemmungslos überfrisst und wahnsinnig viel Geld ausgibt. Aber was soll’s! Wir haben neben einem unglaublich guten Gin Tonic (ja, es gibt dort auch die unterschiedlichsten Getränke-Stände), eine Art mit Käse gefüllte Kroketten verputzt, grünen Spargel mit Pistazien und Feta genossen, ein unglaublich leckeres vietnamesisches Sandwich probiert und asiatische Satay-Spieße geschlemmt, bevor wir uns mit einer gefüllten Waffel endgültig ins Food-Koma katapultierten. Und eigentlich wollten wir nur einen kleinen Snack in den Hallen nehmen. Wir hatten nämlich einen Tisch in einem sehr gut klingenden Restaurant namens „Jackets“ reserviert. Als wir dann jedoch die heiligen Fress-Hallen betraten, war uns schnell klar, dass wir den Tisch leider absagen und dort bleiben mussten.

Adresse: Bellamyplein 51, 1053 AT Amsterdam
Homepage Foodhallen

Impressionen

Special Restaurant

The Avocado Show

Die ein oder andere hat bestimmt schon auf Facebook oder anderen Sozialen Medien von diesem wirklich sehr gehypten Lokal gehört. Es ist das erste Restaurant in Europa, in dem sich alles um die Avocado dreht. Und da wir nun mal auch über Lifestyle und Trends schreiben, mussten wir uns dieses Unikat natürlich persönlich anschauen. Im Viertel De Pjip befindet sich der Avocado-Himmel in einer unscheinbaren, kleinen Straße mit Wohnhäusern. Als wir ankamen, standen schon einige Menschen davor. Außerdem eine sehr hübsche, junge Frau, bei der man sich anmelden musste, um einen Tisch zu bekommen. Wir ließen also unsere Namen auf die Liste setzen und warteten geduldig geschlagene 40 Minuten, bis uns die freundliche Türsteherin zu unserem Tisch führte. Das Innere der Avocado Show ist hübsch, aber nicht wahnsinnig außergewöhnlich. Das coolste Interior-Teil ist wohl die pinke Couch, die sich durch das halbe Restaurant zieht. Nun aber zum Essen: Es gibt Avocado-Drinks, Avocado-Eis und Avocado-Gerichte in jeglicher Variation. Wir konnten uns nur schwer entscheiden und waren auch echt skeptisch aber wir müssen zugeben: die beiden gefüllten Avocado-Hälften mit Hummus und Co. von Shanti und auch mein Avocado-Brot mit Trüffel-Mayo waren absolut köstlich. Ein Besuch lohnt sich also definitiv. Vor allem für Avocado-Addicts. Allerdings solltet ihr genügend Zeit mitbringen und beachten, dass das Restaurant bzw. das Cafe bereits um 17:00 Uhr schließt.

Adresse: Daniël Stalpertstraat 61, 1072 XB Amsterdam
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Bars in Amsterdam

Café Lux B.V. und die Weber Bar

Die Bars liegen direkt nebeneinander und sind super schön. Bei beiden kann man auch ganz entspannt draußen sitzen (wenn’s kalt ist mit Heizstrahlern). Die Einheimischen scheinen die beiden Lokale zu lieben und wir verstehen auch warum: stylishe Einrichtung, gute Drinks, angenehmes Publikum. Außerdem liegen die Bars ziemlich zentral. Perfekt für den Start in die Party-Nacht oder einen Absacker.

Adresse: Marnixstraat 403, 1017 PJ Amsterdam

Homepage Weber Bar



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